Risikohinweise
Information über Finanzinstrumente und ihre Risiken im Zusammenhang mit dem Produkt „Serafin Wealth", das von der CORUM Vermögensverwaltung (Deutschland) GmbH angeboten wird.
A. Risiken der Wertpapierdienstleistungen
I. Finanzportfolioverwaltung
Allgemeines: Die Finanzportfolioverwaltung (Vermögensverwaltung) ist keine klassische Anlageform wie etwa die Anlage in Sparbüchern, Tagesgeld- oder Festgeldkonten, sondern beschreibt die Anlage in Finanzinstrumente für einen Kunden durch einen vom Kunden ausgewählten Vermögensverwalter mit dem Ziel, das Vermögen zu erhalten oder zu vermehren. Dem Vermögensverwalter wurde durch den Kunden die Befugnis zur Verwaltung der Kundengelder übertragen; dieser kann auf Grundlage der vereinbarten Anlagestrategie Anlageentscheidungen im eigenen Ermessen vornehmen. Der Kunde muss die wirtschaftlichen Folgen dieser Anlageentscheidungen tragen.
Der Kunde kann nach Vereinbarung der Anlagestrategie keine Einflussnahme auf die konkreten Anlageentscheidungen ausüben. Notwendige Anpassungen des Anlageprofils hinsichtlich Anlagehorizont, Renditeerwartungen und Risikobereitschaft sind jederzeit möglich und können Änderungen der verfolgten Anlagestrategie ergeben. Die übertragenen Kundengelder sind den Risiken der Kapitalanlagen ausgesetzt; die nachfolgend aufgeführten Risiken sind nicht abschließend.
Der Vermögensverwalter ist verpflichtet, stets im besten Interesse der Kunden zu handeln. Gleichwohl kann es zu Fehlentscheidungen oder Fehlverhalten kommen; hierfür bestehen interne Kontrollmechanismen. Für das Erreichen angegebener Renditeziele wird keine Garantie übernommen; die angestrebte Rendite ist ein mittel- bis langfristiges Ziel, einzelne Jahre können darunter liegen.
Anlage- und Kostenrisiko: Die investierten Kundengelder unterliegen den Risiken von Kapitalanlagen. Es kann nicht garantiert werden, dass Gewinne erzielt bzw. Verluste vermieden werden. Dienstleistungs- und Produktkosten können die erzielten Renditen übersteigen und nicht nur die Portfoliorendite mindern, sondern dazu führen, dass der Kunde das eingesetzte Kapital nicht vollständig zurückerhält. Auch bei wirtschaftlichen Fehlinvestitionen bleibt der Kunde zur Zahlung der Gebühren verpflichtet.
Portfoliorisiko: Das Portfoliorisiko entspricht dem Gesamtrisiko des Anlageportfolios (kombiniertes Risiko jeder einzelnen Anlage). Das einzugehende Gesamtrisiko wird mit dem Kunden abgestimmt; die Verlusttragfähigkeit wird ermittelt. Je geringer die Anzahl der unterschiedlichen Finanzinstrumente, desto höher ist die Abhängigkeit von einzelnen Werten (Konzentrationsrisiko).
Risiken aus der Beauftragung der Depotbank: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Depotbank ihre Tätigkeit aufgeben muss; eine neue Depotbank kann weitere Kosten verursachen. Gelingt die rechtzeitige Beauftragung nicht, kann der Vermögensverwaltungsvertrag beendet werden müssen. Mitarbeiter der Depotbank haben Zugriff auf das Depot; eine Veruntreuung von Vermögensgegenständen kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, vollständiger Schadensersatz ist ggf. nicht erlangbar.
Beendigung der Tätigkeit des Vermögensverwalters: Bei Auflösung, Insolvenz oder bei Vorliegen bestimmter Umstände kann der Vertrag gekündigt werden. Eine Kündigung kann zu einem Zeitpunkt erfolgen, in dem die Kosten die erzielte Rendite übersteigen; dies kann zu teilweisem oder totalem Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Im Kündigungsfall besteht keine Pflicht, die im Depot enthaltenen Finanzinstrumente zu veräußern.
Risiken aus Regulierung: Aufsichtsrechtliche Anforderungen unterliegen einem ständigen Wandel. Änderungen können Anpassungen des Vertrags oder der Anlagestrategie bzw. die Aktualisierung persönlicher Angaben erfordern. Akzeptiert der Kunde solche Änderungen nicht oder verweigert erforderliche Angaben, kann eine Kündigung nötig werden – mit möglichem teilweisem oder totalem Verlust.
Im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung durch die CORUM Vermögensverwaltung (Deutschland) GmbH können u. a. folgende Finanzinstrumente erworben werden: Aktien, Anleihen, Derivate, Offene Investmentfonds, Exchange Traded Funds (ETFs), Rohstoffe/Exchange Traded Commodities (ETCs).
B. Allgemeine Risiken bei der Anlage in Finanzinstrumente
1. Marktpreisrisiko – Wertpapiere unterliegen im Zeitverlauf Wertschwankungen (Volatilität), ausgelöst durch unternehmensspezifische Ereignisse oder allgemeine politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
2. Zinsrisiko – Gefahr eines Verlustes durch Veränderungen der Zinssätze; besonders langlaufende festverzinsliche Wertpapiere sind anfällig.
3. Ausfallrisiko – Der Emittent kann seinen Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen nicht nachkommen; ein vollständiger oder teilweiser Kapitalverlust ist möglich.
4. Währungsrisiko – Entsteht, wenn die Referenzwährung des Anlegers nicht der Basiswährung des Finanzinstruments entspricht.
5. Länderrisiko – Politische, rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen eines Landes beeinflussen den Wert; in Emerging Markets höher.
6. Liquiditätsrisiko – Finanzinstrumente können ggf. nicht jederzeit zu einem marktgerechten Preis verkauft werden.
7. Inflationsrisiko – Kaufkraftverlust, wenn der Wert der Anlage nicht mit der Inflation Schritt hält.
8. Operationelles Risiko – Mängel in Informationssystemen oder internen Kontrollen, menschliches Versagen, Systemausfälle.
9. Konjunkturrisiko – Zyklische Wellenbewegungen; falsches Timing kann zu Kursverlusten führen.
10. Kostenrisiko – Neben- und Folgekosten mindern unmittelbar die realisierbare Rendite.
11. Steuerliches Risiko – Änderungen der steuerlichen Behandlung von Geldanlagen können die Kursentwicklung negativ beeinflussen.
C. Risikohinweise zu bestimmten Finanzinstrumenten
1. Aktien – Anteilsrechte an einer Gesellschaft. Risiken: Ertragsrisiko (Dividende/Kurs nicht sicher vorhersehbar), Kursänderungsrisiko (allgemeines Markt- und spezifisches Unternehmensrisiko), Insolvenzrisiko (Totalverlust möglich), Dividendenrisiko (Kürzung/Ausfall möglich), Psychologie der Marktteilnehmer (Herdenverhalten), Risiko des Verlusts oder der Änderung von Aktionärsrechten (z. B. Verschmelzung, Squeeze-Out, Zulassungswiderruf).
2. Anleihen – Verzinsliche Schuldverschreibungen. Risiken: Zinsänderungsrisiko, Emittenten-/Bonitätsrisiko, Wiederanlagerisiko, Kündigungsrisiko, Auslosungsrisiko.
3. ETFs – Indexnachbildende, börsengehandelte Fonds (physische oder synthetische Replikation; passiv, geringere Kosten, jedoch keine Anpassung in fallenden/überbewerteten Märkten). Risiken: Replikationsrisiko (Tracking-Error), außerbörslicher Handel, Kontrahentenrisiko (bei synthetischer Replikation).
4. Exchange Traded Commodities (ETC) – An Rohstoffe gekoppelte Schuldverschreibungen (kein Sondervermögen, daher Emittentenrisiko). Risiken: Kursänderungsrisiko (hohe Volatilität), Rollover-Risiko (Contango), Emittentenrisiko.
5. Offene Investmentfonds – Gebündelte Anlage als Sondervermögen nach dem Grundsatz der Risikomischung. Risiken: Risiko durch das Fondsmanagement, Kostenrisiko, Risikokonzentration, Risiko der Aussetzung und Liquidation (Rücknahme bis max. drei Jahre aussetzbar), Risiko der Übertragung/Kündigung, Risiko rückläufiger Anteilspreise, Risiko durch Derivate und Wertpapierleihe, Risiko der Fehlinterpretation von Wertentwicklungsstatistiken.
6. Immobilienfonds – Anlage in Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Vermögenswerte. Risiken: Ertragsrisiko (z. B. Leerstand), Bewertungsrisiko, Liquiditätsrisiko (illiquide Anlageklasse, Mindesthalte-/Rückgabefristen).
7. Derivate – Verträge mit Bezug auf einen Basiswert. Risiken: Verlustrisiko durch Kursveränderungen des Basiswerts (Hebelwirkung/Leverage, Verlust über das eingesetzte Kapital hinaus möglich), Kontrahentenrisiko, Risiko der Lieferung des Basiswerts, Kündigungs- und Wiederanlagerisiko.
Eine Kapitalanlage ist immer mit Risiken verbunden. Der Wert der Kapitalanlage kann steigen oder fallen, dabei kann es zum Verlust des eingesetzten Kapitals kommen. Historische Wertentwicklungen oder Prognosen sind kein ausreichender Maßstab für eine künftige Wertentwicklung. Diese Seite dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
Risk Information
Information on financial instruments and their risks in connection with the "Serafin Wealth" product offered by CORUM Vermögensverwaltung (Deutschland) GmbH.
A. Risks of investment services
I. Portfolio management
General: Portfolio management (discretionary asset management) is not a traditional form of investment such as savings accounts, overnight or fixed-term deposits. It describes the investment in financial instruments on behalf of a client by a portfolio manager selected by the client, with the aim of preserving or increasing their assets. The client grants the portfolio manager the authority to manage the client's funds; on the basis of the agreed investment strategy the manager may take investment decisions at their own discretion. The client bears the economic consequences of those decisions.
Once the investment strategy has been agreed, the client cannot influence individual investment decisions. Necessary adjustments to the investment profile regarding investment horizon, return expectations and risk tolerance are possible at any time and may result in changes to the investment strategy pursued. The funds transferred are exposed to the risks of capital investments; the risks listed below are not exhaustive.
The portfolio manager is obliged to act in the best interests of clients at all times. Nevertheless, incorrect decisions or misconduct cannot be ruled out; internal control mechanisms are in place for this purpose. No guarantee is given that stated return targets will be achieved; the targeted return is a medium- to long-term objective and individual years may fall short of it.
Investment and cost risk: The invested client funds are subject to the risks of capital investments. It cannot be guaranteed that gains will be achieved or losses avoided. Service and product costs may exceed the returns achieved and may not only reduce the portfolio return but also result in the client not recovering the capital invested in full. The client remains obliged to pay the fees even in the case of economically unsuccessful investments.
Portfolio risk: Portfolio risk corresponds to the overall risk of the investment portfolio (the combined risk of each individual investment). The overall risk to be taken is agreed with the client; the capacity to bear losses is determined. The smaller the number of different financial instruments, the greater the dependence on individual holdings (concentration risk).
Risks arising from the appointment of the custodian bank: It cannot be ruled out that the custodian bank may have to cease its activities; appointing a new custodian bank may incur additional costs. If a timely appointment is not achieved, the portfolio management agreement may have to be terminated. Employees of the custodian bank have access to the securities account; misappropriation of assets cannot be entirely excluded and full compensation may not be obtainable.
Termination of the portfolio manager's activity: In the event of dissolution, insolvency or certain other circumstances, the agreement may be terminated. Termination may occur at a point in time at which costs exceed the return achieved; this may lead to a partial or total loss of the capital invested. In the event of termination there is no obligation to sell the financial instruments held in the account.
Regulatory risks: Regulatory requirements are subject to constant change. Changes may require adjustments to the agreement or the investment strategy, or the updating of personal information. If the client does not accept such changes or refuses to provide the required information, termination may become necessary — with a possible partial or total loss.
Within the portfolio management provided by CORUM Vermögensverwaltung (Deutschland) GmbH, the following financial instruments may be acquired, among others: equities, bonds, derivatives, open-ended investment funds, exchange traded funds (ETFs), commodities/exchange traded commodities (ETCs).
B. General risks of investing in financial instruments
1. Market price risk – Securities are subject to fluctuations in value over time (volatility), triggered by company-specific events or general political, legal and economic conditions.
2. Interest rate risk – The risk of loss due to changes in interest rates; long-dated fixed-income securities are particularly sensitive.
3. Default risk – The issuer may be unable to meet its interest and repayment obligations; a full or partial loss of capital is possible.
4. Currency risk – Arises where the investor's reference currency differs from the base currency of the financial instrument.
5. Country risk – The political, legal and economic conditions of a country affect value; this risk is higher in emerging markets.
6. Liquidity risk – Financial instruments may not always be sellable at a market-appropriate price.
7. Inflation risk – Loss of purchasing power if the value of the investment does not keep pace with inflation.
8. Operational risk – Deficiencies in information systems or internal controls, human error, system failures.
9. Economic cycle risk – Cyclical movements; poor timing can lead to price losses.
10. Cost risk – Ancillary and follow-on costs directly reduce the achievable return.
11. Tax risk – Changes in the tax treatment of investments can negatively affect price performance.
C. Risk information on specific financial instruments
1. Equities – Ownership rights in a company. Risks: income risk (dividend/price cannot be reliably predicted), price change risk (general market and specific company risk), insolvency risk (total loss possible), dividend risk (reduction/omission possible), psychology of market participants (herd behaviour), risk of loss or alteration of shareholder rights (e.g. merger, squeeze-out, withdrawal of listing).
2. Bonds – Interest-bearing debt securities. Risks: interest rate risk, issuer/credit risk, reinvestment risk, early redemption risk, drawing risk.
3. ETFs – Index-tracking, exchange-traded funds (physical or synthetic replication; passive, lower costs, but no adjustment in falling or overvalued markets). Risks: replication risk (tracking error), off-exchange trading, counterparty risk (with synthetic replication).
4. Exchange Traded Commodities (ETCs) – Debt securities linked to commodities (not segregated fund assets, hence issuer risk). Risks: price change risk (high volatility), rollover risk (contango), issuer risk.
5. Open-ended investment funds – Pooled investment as segregated fund assets based on the principle of risk diversification. Risks: risk from fund management, cost risk, risk concentration, risk of suspension and liquidation (redemption may be suspended for up to three years), risk of transfer/termination, risk of declining unit prices, risk from derivatives and securities lending, risk of misinterpreting performance statistics.
6. Real estate funds – Investment in land, buildings and comparable assets. Risks: income risk (e.g. vacancies), valuation risk, liquidity risk (illiquid asset class, minimum holding and redemption notice periods).
7. Derivatives – Contracts referencing an underlying asset. Risks: risk of loss from price movements of the underlying (leverage, losses exceeding the capital invested are possible), counterparty risk, risk of delivery of the underlying, termination and reinvestment risk.
Any capital investment involves risk. The value of an investment can rise or fall, and the capital invested may be lost. Historical performance or forecasts are not a sufficient indicator of future performance. This page is for information purposes only and does not constitute investment advice.
This English version is a convenience translation. In case of discrepancies, the German version prevails.