Is the monkey back in business?

Small Cap Aktien sind riskant, bringen aber Rendite. Ob sich eine Investition lohnt und was das Ganze mit Affen zu tun hat, liest du hier.

Burton Malkiel, renommierter Autor des 1973 veröffentlichten Buches "A Random Walk Down Wall Street", prägte die bemerkenswerte These, dass ein Affe mit verbundenen Augen, welcher Dartpfeile auf den Finanzteil einer Zeitung wirft, ein effizienteres Portfolio erstellen könnte als so mancher Experte.

Ist ein Affe also wirklich der bessere Fond-Manager? Tatsächlich hält diese These in vielerlei Hinsicht einer Überprüfung stand.

Zuallererst wird diese These von der Statistik gestützt. Ein Aktienmarkt setzt sich aus einer Mischung von großen, mittleren und kleinen Unternehmenstiteln zusammen. Die Menge der mittleren und kleineren Titel überwiegt in der Regel. Angenommen, es gäbe 100 Titel auf dem Markt und Malkiel‘s Affe wirft 20 Pfeile, dann würde er vermutlich mehr mittlere und kleinere Unternehmen treffen als große. Wenn er diese Titel gleichmäßig in seinem Portfolio gewichtet, würde er im Vergleich zum Gesamtmarkt überproportional viele kleinere Unternehmen haben.

Renditen und Risiko hängen auf dem Aktienmarkt zusammen. Kleinere Unternehmen gelten generell als riskanter. Sie haben meist eine kleinere Produktpalette und sind auch oft in weniger Märkten aktiv. Hinzu kommt, dass sie meist kleinere Forschungsbudgets zur Verfügung haben. Damit sind sie weniger stabil aufgestellt als große Unternehmen. Investoren, die dieses Risiko eingehen, werden oft mit höheren Renditen belohnt.

Malkiel’s Affe wählt also zufällig eine höhere Anzahl an riskanten Titeln aus und sollte daher rein renditetechnisch besser abschneiden als der breite Markt.
Doch in der letzten Dekade hat diese Statistik nicht immer Bestand gehabt. Die Grafik zeigt, dass kleinere Unternehmen früher eine bessere Performance hatten als größere Titel. In den letzten 10 Jahren hat sich dieser Umstand aber verändert. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: Von Lieferkettenproblemen aufgrund der Corona-Pandemie bis hin zu steigenden Investitions- und Lohnkosten.

Grafik: Renditen pro Jahr des S&P Mid („Kleinere“) und S&P 500 („Grössere“) Indizes für den genannten Zeitraum.

Doch die Zeichen stehen auf Wandel. Die schwierige Lage der Unternehmen ist nun bereits in den Aktienpreisen reflektiert und viele Regionen der Welt haben wirtschaftliche Kontraktionen durchlaufen. Positive ökonomische Impulse aus den USA und China könnten jetzt auf der Basis von tiefen Bewertungen zu einer Outperformance kleinerer Titel führen. Sollte man jetzt also dem tierischen Einkaufsverhalten folgen und blind kleinere Titel kaufen, um dadurch von der möglichen Aktienkurserholung zu profitieren?

Wir glauben Nein. Trotz der potenziell positiven Ausgangslage für kleinere Unternehmenstitel ist Vorsicht geboten. Auch wenn viele Titel tiefer bewertet sind, ist das richtig so. Höhere Zinssätze und Finanzierungskosten bedingen dies. Es gibt aber kleinere Titel, die mit der allgemeinen Abwertung gefallen sind, aber weniger von den höheren Zinsen negativ beeinflusst sind. Diese Titel bieten Chancen und müssen gefunden werden.

Bei SRFN setzen wir dies zum Beispiel in den Innovationsstrategien um. Dort werden im Segment der kleineren Titel Einzelwertanalysen vorgenommen und nicht blind eingekauft. In unseren Factsheets findest du mehr Informationen zu unseren Themeninvestments, mit denen du dein Portfolio ergänzen kannst.

Hinweis: Dies ist eine Marketingmitteilung. Das Dokument und alle hiermit zusammenhängenden Informationen stellen keine persönliche Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf und/oder Vermittlung von Wertpapieren dar, sondern dienen der allgemeinen Information. Wir weisen darauf hin, dass dargestellte Finanzprodukte oder Wertpapiere möglicherweise nicht für jeden Anleger geeignet sind. Informiere dich ausführlich, bevor du eine Investition tätigst. Geldanlagen sind mit Risiken verbunden.

12.10.23
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